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Zum schlechten Abschneiden der Bremer Neuntklässler beim bundesweiten Schulleistungsvergleich erklärt Anja Stahmann, bildungspolitische Sprecherin der Grünen: „Die Ergebnisse sind überhaupt nicht zufriedenstellend. Aber wir dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Die Weichen für mehr individuelle Förderung sind mit unserer Schulreform gestellt. Verschiedene Maßnahmen wie die Weiterqualifizierung der Lehrkräfte, verpflichtende Sprachtests im Kindergarten, die verbindliche Sprachförderung in den Schulen und die Lesecamps sowie Leseintensivkurse sind richtig. Auf diesem Weg müssen wir weitermachen, um die Ergebnisse perspektivisch zu verbessern. Das braucht Zeit. Insbesondere für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern sind die konsequente Frühförderung und noch mehr individuelle Hilfen erforderlich. Wir müssen das Fundament stärken, damit sich der Lerneifer der Kinder besser entfalten kann. Die Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen muss enger gestaltet werden. Die Qualität vorschulischer Bildung und Erziehung muss deutlich verbessert werden. Die Ausbildung der ErzieherInnen muss den mehrfach gestiegenen Anforderungen angepasst werden. In der Grundschule sollten Deutsch und Englisch zügig ein größeres Gewicht bekommen. Nötig ist auch der weitere Ausbau der Ganztagsschulen, um mehr Zeit zur Förderung zu haben und der Bildungsbenachteiligung wirksam zu begegnen.“

Die sozialen Probleme im Stadtstaat Bremen sind nach wie vor schwieriger als in anderen Bundesländern. Die vergleichsweise große Anzahl von Kindern mit besonderem Förderbedarf stellen die Bremer Schulen vor große Herausforderungen. „Gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen kann die Schule nicht alle Probleme alleine lösen. Pädagogen stoßen an ihre Grenzen, wenn Eltern nicht mitmachen. Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe ist das Gebot der Stunde. Die Quartiersbildungszentren sind dabei ein wichtiger Baustein“, betont Anja Stahmann.

Auf zur Osterwiese


Erholsame Ostertage und schöne Ferien!

Veranstaltungshinweis für Donnerstag, 25. März 2010

Diskussion mit VertreterInnen von Schulen, Eltern und Ortsamt

Rund 60 Kinder - also jedes sechste - sollen nach der Grundschule das ‚Viertel‘ verlassen, weil sie keine von bis zu drei Wunschschulen im Stadtteil bekommen. Die Schulbehörde will ihnen gegen ihren Willen weite Schulwege in andere Stadtteile zumuten. Für die 10-jährigen Kinder kann das bedeuten, dass sie aus Freundschaften und ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. Die Grünen suchen deshalb nach Lösungen. Kann ein Teil der Polizeiwache am Brommyplatz für Schulunterricht genutzt werden? Können Oberstufenkurse des Gymnasiums Hamburger Straße in Räumlichkeiten der Schulgeschichtlichen Sammlung Auf der Hohwisch verlagert werden, so dass derzeit vom Gymnasium belegte Räume in der Oberschule an der Schaumburger Straße frei würden? Gibt es noch weitere Alternativen, um mehr Kapazitäten im Stadtteil zu schaffen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Diskussion, zu der die Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Donnerstag, 25. März 2010, um 18 Uhr ins Alte Fundamt, Auf der Kuhlen 1a, einlädt.

Daran nehmen VertreterInnen von Eltern, Schulen und Ortsamt teil. Die Bildungsbehörde wurde angefragt. Die Moderation übernimmt die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bildungspolitische Sprecherin der Grünen Anja Stahmann.

Bremer Grüne fordern eine Beratungsstelle für Inklusion für Eltern und Schulen.

Mit dem neuen Schulgesetz haben behinderte und nicht behinderte SchülerInnen das Recht auf gemeinsamen Unterricht. Nun gilt es, dieses Recht auf Inklusion auch in der Praxis umzusetzen. Die Förderzentren werden nach und nach aufgelöst. An ihre Stelle treten Zentren für unterstützende Pädagogik an allgemeinen Schulen.

Manche dafür ausgewählte Schulen fühlen sich darüber aber noch nicht ausreichend informiert. Auch bei Eltern herrscht Verunsicherung. Das wurde bei einer Podiumsdiskussion der Grünen mit rund 150 BesucherInnen deutlich. Die Grünen fordern deshalb u.a. eine Beratungsstelle für Inklusion und einen Entwicklungsplan für alle Schulen einschließlich der Gymnasien. Ein Positionspapier dazu finden Sie hier.

Grüne Veranstaltung zu “Inklusive Schule - wie weiter!?”

Die grüne Bürgerschaftsfraktion führt am Mittwoch, den 20.01., um 19.30 Uhr eine Veranstaltung im Alten Fundamt zum Thema “Inklusive Schule - wie weiter!?” durch. Zum Hintergrund: Im Juni 2009 wurde in der Bürgerschaft ein neues Schulgesetz verabschiedet. Ziel der rot-grünen Initiative ist das längere gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler – auch von Kindern mit Behinderungen.

Die bestehenden Förderzentren werden schrittweise durch Formen dezentraler sonderpädagogischer Förderung an den Regelschulen ersetzt – die Förderzentren werden aufgelöst. Eltern haben künftig Wahlfreiheit bei der Schulanwahl. Eine solche Veränderung wirft viele Fragen auf und führt zur Verunsicherung von Eltern.

Was verändert sich an den Schulen? Werden die Kinder ausreichend gefördert? Werden die Schulen nicht überfordert? Was muss sich/was wird sich im Schulalltag ändern?

Wir möchten uns mit Ihnen über den aktuellen Stand der Planungen informieren und darüber diskutieren, was dies für die Kinder, die Eltern und die Schulen bedeutet.

Geladen haben wir für die Veranstaltung Herrn Dr. Joachim Steinbrück als Landesbehindertenbeauftragten Bremens, Herrn Walter Henschen von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Elke Gerdes als Elternvertreterin und Vertreterin der Initiative “Eine Schule für alle in Bremen”, Stephan Michael als Schulleiter des SZ Findorff und Martina Siemer von der GEW Bremen, Fachgruppe Sonderpädagogik. Von der grünen Fraktion wird Horst Frehe als behindertenpolitischer Sprecher teilnehmen. Die Moderation übernimmt Anja Stahmann als bildungspolitische Sprecherin der Fraktion.

Sie sind herzlich eingeladen.

Gerne können Sie die Einladung [...] auch weiter streuen.

Neues aus der Lernforschung: Entgegen den üblichen Vorurteilen, dass Mädchen schlechter in Mathe sind als Jungs präsentierten nun Forscher ein anderes Ergebnis. Mädchen rechnen ebenso gut (oder schlecht) wie Jungs. Eine gesonderte Auswertung einer weltweiten Studie mit über 500 000 SchülerInnen widerlegt das gängige Vorurteil, dass Jungen per se besser rechnen können. Mädchen sind genauso gut in Mathe, wenn der Unterricht stimmt, sie unterstützt werden, Vorbilder finden und sie schlichtweg ermutigt werden.

Fröhliche Weihnachten!

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