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wenneinerstirbt00.jpgMit dem autobiographischen Dokumentarfilm “Wenn einer von uns stirbt, geh` ich nach Paris” legt Regisseur Jan Schmitt sein Debüt vor. Es entstand in den vergangenen drei Jahren. Der 40-Jährige lebt in Wiesbaden und Berlin, arbeitet als Fernsehjournalist, seit April 2001 beim ZDF.

Für mich ein ganz besonders wichtiger Film, nicht nur weil Jan und ich seit 25 Jahren Freunde sind. Dieser Film bricht das Schweigen über ein Tabuthema.

“Jede Familie hat ein Geheimnis, in meiner ist es der rätselhafte Tod unserer Mutter”, erzählt der Filmemacher. Ihr Freitod hat die Familie bis heute im Griff, auch elf Jahre danach. Es wird Zeit aufzuräumen. “Die Vergangenheit ist nicht vergangen solange wir schweigen.”

Der Dokumentarfilm von Jan Schmitt ist sicher keine leichte Kinokost über eine Familiengeschichte. Dieser Film ist sehr wichtig, denn er bricht das Schweigen über sexuellen Missbrauch und setzt sich mit den Folgen auseinander. Unglaublich erscheint einem das Erzählte. Beeindruckend sind August Diehl und Suzanne von Borsody, die im Film die Texte sprechen. Berührend der Gesang von Meret Becker.

Es geht um ein Verbrechen, das in vielen Familien passiert, um Schuld, um kirchliche Macht und das Schweigen als höchstes Gebot. Aber auch um Vergebung.

Die Uraufführung am 30.Januar 2008 in Bremerhaven war ein großer Erfolg. Fast 700 (!) Zuschauer haben den Film gesehen, zweimal volles Haus, das hat bei weitem die Erwartungen übertroffen. Aufgrund der großen Nachfrage zeigt das KOKI Bremerhaven das Debüt noch ein-mal am 10. Februar 2008 in einer Sonntagsmatinée.

“Wenn einer von uns stirbt, geh` ich nach Paris” ist außerdem vom Filmbüro Bremen eingeladen worden. Am 27. März 2008 wird der Film in der Schauburg Bremen (www.bremerfilmkunsttheater.de) gezeigt. Regisseur Jan Schmitt und Team werden anwesend sein.
P.S. Hingehen.

P.P.S. Lieber Jan, ich bin stolz auf Dich, dass Du den Film gemacht hast. Er hat es verdient gezeigt zu werden. Überall.

 

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