Computer in Bremer Schulen- gute Ausstattung aber magere Nutzung
31. Oktober 2007 von Anja Stahmann
Acht Kinder und Jugendliche teilen sich an Bremer Schulen einen Computer. Das ist im bundesweiten Vergleich eine recht passable Zahl. Diese Information und noch weitere hat das Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) der Uni Bremen ermittelt.
Aber von einer umfassenden Nutzung der Computer im Unterricht und Schulalltag kann noch lange keine Rede sein. Und auch im Jahr 2007 gibt es immer noch zu wenige Lehrkräfte die beim Thema integrierte Mediennutzung fit sind und sich in Fortbildungen anmelden. Es wird für den Einstaz von PCs im Unterricht mehr gebraucht als reines Basiswissen.
Von den 900 befragten Lehrkräften nutzen bereits die meisten Computer und Internet, wenn auch vorwiegend zur Unterrichtsvorbereitung. Der Unterricht selbst beschränkt sich zunächst vor allem auf Grundkenntnisse im Umgang mit Computern und Internet. Daneben bieten etwa die Hälfte der Schulen Arbeitsgruppen und Projekte mit Medienunterstützung an. Weiterführende Schulen - vor allem die Ganztagsschulen - erlauben einen Zugang auch außerhalb des Unterrichts.
Der Unterricht kann durch den Medieneinsatz interessanter und das Lernen eigenständiger werden. Besonders das Internet erfreut sich großer Beliebtheit bei den Schülerinnen und Schülern. Lernplattformen dagegen reizen auch die Bremer SchülerInnen kaum.
Eine wichtige Frage wird in der Untersuchung betrachtet: wer kann die Technik am effektivsten betreuen?
In Bremerhaven arbeiten Schulen mit technischen Assistenten zusammen. Das ist nach meiner Meinung ein gutes Modell. In der Stadtgemeinde Bremen dagegen leisten immer noch (bzw. durch die Abschaffung der früheren Assistenten….) Lehrkräfte den Großteil der Wartung und der technischen Hilfestellungen. Das ifib empfiehlt, die Lehrer hiervon zu entlasten. Ein Vorschlag, der in Bremen Schule machen sollte.
Was denkt ihr?
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